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[kulturkontakt.or.at] Открытие выставки “City Difficult to Pronounce” молдавского художника Павла Браилы в Вене/ Pavel Braila: Chişinău – City Difficult to Pronounce

October 16, 2011

Chisinau – City Difficult to Pronounce,
Galerie ArtPoint, Vienna, October 19 – November 25
Opening Oct.18, 19-00

http://www.kulturkontakt.or.at/de/galerie-artpoint/aktuell

KulturKontakt Austria zeigt in der Galerie ArtPoint ab 19. Oktober 2011 neue Video- und Fotoarbeiten des moldauischen Künstlers Pavel Braila. Braila war 2001 Artist in Residence von KKA und zählt heute zu den wichtigsten Kunstschaffenden aus der Republik Moldau. Seine Arbeiten waren u.a. bei der documenta 11 und in der Neuen Nationalgalerie Berlin zu sehen.
Ausstellungseröffnung: 18. Oktober 2011, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 19. Oktober – 25. November 2011, Mo – Fr, 14.00 – 18.00 Uhr

2007 zeigte Pavel Braila unter großem medialen Interesse seine Arbeit „Barons’ Hill“ (2007) in der Neuen Nationalgalerie in Berlin. In der sechsteiligen Videoarbeit dokumentierte er das Streben nach Reichtum und Anerkennung von moldauischen Sinti und Roma, die sich u.a. durch die neu entstandene Prachtarchitektur zeigte.

Im Zentrum seiner jüngsten, vierteiligen Videoarbeit, die er für die Ausstellung in der
Galerie ArtPoint schuf, steht das Leben in Chişinău während eines Jahres, steht die Hauptstadt Moldaus zu allen vier Jahreszeiten. Provokant nennt Braila seine Geburtsstadt „Chişinău – City Difficult to Pronounce“ – und wirft damit nicht nur die Frage nach der korrekten Aussprache auf.

Vielmehr untersucht Braila das Leben in der Republik Moldau in der postsowjetischen Ära und fragt nach ihrer Identität. Er sucht nach Leerstellen in der Geschichtsschreibung und versucht mit seinen Film- und Videoarbeiten auf das Fehlen jeglichen Film- und Fotomaterials der Stadt seit 1986 zu reagieren.
Zu Zeiten der Sowjetunion wurde das öffentliche Leben und der Alltag mittels Film und Fotografie genau dokumentiert. Doch mit dem Ende der UdSSR kam es auch zu einem jähen Ende der Dokumentation und damit auch der Geschichtsschreibung dieses kleinen Landes.
Gleich einer Leerstelle scheinen die letzten 25 Jahre nirgends auf – und das, obwohl Moldau gerade in dieser Zeit weitreichende Veränderungen und einen starken Wandel auf politischer, gesellschaftlicher und kultureller Ebene erfuhr.

Detailgenau und mit großer Aufmerksamkeit und Sorgfalt hält Braila mit seinem künstlerischen Schaffen das Heute für das Morgen fest. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag sowohl für das kulturelle Erbe seiner Heimat als auch für die historische Dokumentation des frühen 21. Jahrhunderts.

Die in der Ausstellung „Chişinău – City Difficult to Pronounce“ gezeigten Videos werden ergänzt durch Fotoarbeiten von Pavel Braila. Zusätzlich zeigt Braila drei Dokumentarfilme:
„Chişinău – 500 years” (Moldova-Film 1966)
„My White City” (Moldova-film 1973)
und „Kishinev” (Moldova-film 1975)

Teile der Videos erscheinen 2012 als Volume 3 der KKA-Videoedition über Pavel Braila.

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